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Führungswissen

Der Mitarbeiter als Mensch

Den Menschen im Mitarbeiter sehen, ihn mit seinen Stärken und seinen Schwächen, seinen Emotionen und Denkmustern wahr- und ernstnehmen – was so simpel klingt, muss im hektischen Arbeitsalltag zwischen den Beteiligten erstmal umgesetzt werden. Dass das unverändert DIE Herausforderung für Führungskräfte ist, bestätigen die Ergebnisse der aktuellen Gallup-Studie.

Deutsche Arbeitnehmer sind nur wenig an ihren Arbeitgeber gebunden: Fast ein Viertel (24%) der Beschäftigten in Deutschland hat innerlich bereits gekündigt. 61% machen Dienst nach Vorschrift. Nur 15% der Mitarbeiter haben eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und sind bereit, sich freiwillig für dessen Ziele einzusetzen. Das ist das Ergebnis des Gallup Engagement Index 2012. Die Studie, für die 2.198 Arbeitnehmer telefonisch befragt wurden, gibt Auskunft über Engagement und Motivation bei der Arbeit.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass das Führungsverhalten DER Einflussfaktor auf die Mitarbeiterbindung ist. Der Gallup-Studienleiter Marco Nink formuliert es wie folgt: „Viele Arbeitnehmer steigen hoch motiviert in ein Unternehmen ein, werden dann aber zunehmend desillusioniert, verabschieden sich irgendwann ganz aus dem Unternehmen und kündigen innerlich. Die Hauptrolle in diesem Prozess spielt fast immer der direkte Vorgesetzte.

Der Prozess des „Unsichtbarwerdens“ im Unternehmen ist ein schleichender. Wenig direktes Lob und Anerkennung für gute Leistungen, Ideen und Meinungen mit denen sich nicht auseinandergesetzt wird, ein Chef, der außer, wenn es darum geht, Arbeit zu verteilen, nicht zu erreichen ist. Am Unangenehmsten aber stößt den Mitarbeitern auf, dass sie als Mensch scheinbar gar nicht existieren.

Nink: „Aus motivierten Leuten werden Verweigerer wenn ihre Bedürfnisse und Erwartungen bei der Arbeit über einen längeren Zeitraum ignoriert werden. Man fragt sie nicht nach ihrer Meinung, gibt ihnen weder positives Feedback noch eine konstruktive Rückmeldung zur Arbeitsleistung und interessiert sich nicht für sie als Mensch.“

Das Gespür für sein Gegenüber zu prüfen und zu schärfen, sich mit den eigenen Bedürfnissen und den häufig versteckten Bedürfnissen des Mitarbeiters zu konfrontieren und menschenwürdig damit umzugehen, darin unterscheiden sich die guten Führungskräfte von den Top-Führungskräften.

Doch wie gelangt man als Führungskraft dorthin? Gibt es eine Schule, in der man sein eigenes Handeln ohne Verzerrung abbilden und reflektieren kann?

Die Interaktionstrainings von Chirondo bieten die ideale Möglichkeit, sich kritisch aber nicht selbstwertbedrohend mit dem eigenen Führungshandeln auseinanderzusetzen und für sich neue Verhaltensweisen abzuleiten. Das Medium Pferd als ehrlicher Feedbackgeber und Spiegel der wahren Emotionen kann einen gehaltvollen Beitrag zu mehr Gewahrsam- und Achtsamkeit leisten. Damit es in Zukunft mehr Zufriedenheit bei allen Beteiligten gibt.

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Über Doreen Beier

Die Menschen- und Pferdekennerin coacht mit ihren Pferden Führungskräfte aus ganz Deutschland. Ihr Buch „Überholen mit 1 PS – Wie Manager von Pferden lernen“ erzählt amüsant und selbstkritisch zugleich die Geschichte von CHIRONDO, erläutert psychologisches Basiswissen und liefert detaillierte Beschreibungen der Trainingsmethoden. Als Blog-Autor schreibt sie zu Führungsthemen, gibt Einblicke in die CHIRONDO Welt und stellt ihre Vision des modernen Führungskräfte-Trainings vor.
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Autor: Doreen Beier am 22. Mai 2013 08:47, Rubrik: Führungswissen, Pferde - Impuls, Wissen, Inspiration, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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