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Führungswissen

Führungskultur im Wandel – Führungskräfte über „gute Führung“

Die Zeit des Vordenkens und Anweisens ist vorbei. Darin sind sich die befragten Manager einig. Und noch eines eint sie: Sie halten den vorherrschenden Führungsstil für überholt.

Doch was tritt an die Stelle von Hierarchie, Vorgaben und Konkurrenzklima? Was sind heute und morgen die Anforderungen an „gute Führung“ aus Sicht der Führungskräfte?

Die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ interviewte dazu im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales 400 Führungskräfte.

Netzwerke als Basis der künftigen Arbeitswelt

Ein Großteil der Befragten geht davon aus, dass sich selbst organisierende Netzwerkstrukturen das Mittel der Wahl sind, um Kreativität und Innovationskraft freizusetzen, Prozesse zu beschleunigen und Komplexität zu verringern.

Die Führungskraft ist in erster Linie Netzwerk-Organisator und -Betreiber. Ihr kommt die Aufgabe zu, für das zu lösende Problem bereichsübergreifend Fachkräfte zu rekrutieren und daraus in kürzester Zeit ein schlagkräftiges Team zu formen. In den sich verändernden Teamkonstellationen muss der Führende dabei noch stärker als heute für Kooperation statt Wettbewerb sorgen.

Mit der flexiblen Netzwerkorganisation erteilen die Führungskräfte dem hierarchisch steuerndem Management mit seinen ergebnisorientierten Werkzeugen wie Zielvereinbarung und Controlling mehrheitlich eine Absage. Die Führungskräfte sind sich einig, dass einsame Entscheidungen und fertig ausgearbeitete Konzepte angesichts der komplexen Dynamik global vernetzter Märkte nicht mehr angemessen sind.

Empathie und Kooperationsfähigkeit als Führungsqualitäten

Was folgt daraus für die Führungskräfte? Welche anderen Führungsfähigkeiten rücken angesichts der vorhergesagten Veränderungen in Strukturen und Prozessen in den Vordergrund?

Mit dem Übergang zur Netzwerkorganisation schwindet die Macht hierarchischer Strukturen. Die Durchsetzung eigener Vorstellungen über Anweisung werde immer schwieriger oder sei gar nicht mehr möglich. Mächtig ist demzufolge nur, was auf Resonanz trifft. Empathie, Einfühlungsvermögen und Einsichtsfähigkeit werden als erfolgsbestimmende Führungsfähigkeiten immer wichtiger.

Da künftig die zu bewältigende Aufgabe die Teamzusammensetzung vorgibt, werden der transparente Umgang mit Informationen, die Integration verschiedener Lebensentwürfe und die Förderung übergreifender Kooperationen ebenfalls stark an Bedeutung gewinnen.

Entwickeln der Schlüsselkompetenzen durch persönliches Coaching

Um die anstehenden Veränderungen zu meistern, sehen die Führungskräfte im persönlichen Coaching ein unverzichtbares Werkzeug. Für sich selbst aber auch für ihre Mitarbeiter.

Coaching ermöglicht Reflexion und gezielte Entwicklung, die nach Ansicht der Befragten für alle Akteure, ob Führender oder Geführter, in den Unternehmen intensiviert werden müssen. Ansonsten würde der typisch deutsche Führungsstil zu einem entscheidenden Nachteil im Ringen um die Bindung und Gewinnung von Talenten und Fachkräften.

Mehr zu Möglichkeiten wirksamer Selbstreflexion und Feedback erfahren Sie hier.

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Über Doreen Beier

Die Menschen- und Pferdekennerin coacht mit ihren Pferden Führungskräfte aus ganz Deutschland. Ihr Buch „Überholen mit 1 PS – Wie Manager von Pferden lernen“ erzählt amüsant und selbstkritisch zugleich die Geschichte von CHIRONDO, erläutert psychologisches Basiswissen und liefert detaillierte Beschreibungen der Trainingsmethoden. Als Blog-Autor schreibt sie zu Führungsthemen, gibt Einblicke in die CHIRONDO Welt und stellt ihre Vision des modernen Führungskräfte-Trainings vor.
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Autor: Doreen Beier am 20. Okt 2014 18:15, Rubrik: Führungswissen, Pferde - Impuls, Wissen, Inspiration, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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